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Wir sind auf dem Weg - die Schule an der Melanchthonstraße wird Ganztagsschule

Ab dem Schuljahr 2026/2027 gilt bundesweit der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung und Bildung für alle Kinder des ersten Schuljahres. Der Anspruch wird jedes Jahr um eine Klassenstufe ausgeweitet, bis er ab 2029/30 für alle Grundschulkinder der Klassen 1 bis 4 gilt. Diesem Anspruch wollen wir begegnen, indem wir (beginnend mit dem kommenden Schuljahr 2027/2028) von der bislang verlässlichen Grundschule sukzessive in eine gebundene Ganztagsgrundschule übergehen.
Dies bedingte eine Anpassung unseres pädagogischen Konzeptes einerseits, aber auch bauliche Maßnahmen im Bestand sind geplant.

Unser Weg zum Ganztag ist im Folgenden chronologisch dargestellt:

Wir haben gewonnen

Im Frühjahr 2023 folgten wir als Schulgemeinschaft erfolgreich einer Ausschreibung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.
Als eine von vier Pilotschulen wurde unsere Schule aus über 40 bundesweiten Bewerbungen für das Projekt „Ganztag und Raum“ ausgewählt.
Das Projekt „Ganztag und Raum“ der Montag Stiftung setzt an einer Gesellschaft an, die sich in einem stetigen Wandel befindet. Diese Dynamik erfordert unweigerlich eine Anpassung der Lehr- und Lernkultur. Insbesondere im Hinblick auf die Gestaltung eines ganztägigen Bildungsangebots muss diese Herausforderung mitgedacht werden.
Durch die Teilnahme an dem Projekt „Ganztag und Raum“ erhielten wir für ein Jahr eine Prozessbegleitung durch eine Pädagogin und eine Architektin. Ziel war es, ein fundiertes und zukunftsfähiges integriertes Nutzungskonzept für unsere Schule zu entwickeln. Dies soll die Grundlage für unsere pädagogischen Ambitionen und Anpassungen im baulichen Bestand der Schule sein, so dass wir ab Gültigkeit des Rechtsanspruchs (Sj. 2026/2027) eine zukunftsorientierte Ganztagsbeschulung umsetzen können.
Hier können Sie die Bewerbung einsehen (pdf, 41.7 MB)

Fazit/unser Ergebnis

Über den Zeitraum eines Jahres haben Mitglieder unseres Schullebens (Kollegium, Kinder, Eltern, Vertreter:innen aus der Bildungsbehörde, Vertreter:innen von Immobilien Bremen und externe Partner und Unterstützer) zusammen mit der Montag Stiftung ein integriertes Nutzungskonzept erarbeitet. Im Rahmen von Workshops, Exkursionen und Sitzungen der Steuergruppe wurden die unterschiedlichen Ausgangslagen der Bereiche Pädagogik und Gebäude in Einklang mit den wachsenden Anforderungen einer Ganztagsschule gebracht. Das übergeordnete Ziel war hierbei, die besten Voraussetzungen für die lernenden Kinder aber auch für das lehrende, betreuende und lernende Schulpersonal zu schaffen.
Unser Ergebnis ist ein umfängliches und durchdachtes integriertes Nutzungskonzept, das pädagogische und bauliche Meilensteine vereint. Hier finden Sie die gesamte Dokumentation des Konzeptes (pdf, 16.2 MB)
Unser Modell trägt den Titel „Bremer Heimathafen“ in dessen Mittelpunkt die Vision einer wohnlichen Atmosphäre in der Schule steht, da eine Beschulung im Ganztag alle Beteiligten der Schulgemeinschaft einen großen Teil ihres Alltags hier verbringen werden. Unser Modell ermöglich die notwendige Flexibilität, damit eine Weiterentwicklung oder Anpassung an neue Herausforderungen stets möglich bleibt. Das vorliegende integrierte Nutzungskonzept verdeutlicht, wie die Arbeit des multiprofessionellen Teams in einer angemessen Lernumgebung und auf Augenhöhe gelingen kann und wie die Räumlichkeiten informelle, formale und non-formale Bildung gleichermaßen möglich machen.

Die pädagogische Vision

Als gebundene Ganztagsgrundschule möchten wir mehr sein als ein Ort des Unterrichts. Wir verstehen die Schule als einen ganzheitlichen Lern- und Lebensraum für alle am Schulleben beteiligte Menschen. Durch den gemeinsamen Tag entsteht eine verlässliche Gemeinschaft, die jedem Kind eine Chance auf Teilhabe an formaler, non-formaler und informeller Bildung ermöglichen soll. Die Verbindung dieser Ebenen von Bildung sichert eine ganzheitliche Kompetenzentwicklung. Indem das strukturierte Lernen ergänzt wird, durch integrierte Bildungsangebote in der Freizeit sowie dem sich ergebenden alltäglichen, erfahrungsbasierten Lernen, soll diesem Anliegen entsprochen werden. Bildung, Erziehung und Betreuung verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit.
Im Mittelpunkt unserer inklusiven Vision stehen folgende Kernziele:
• Rhythmisierung und stressfreies Lernen:
Der gedehnte Tag erlaubt einen Wechsel aus konzentriertem Lernen, flexiblen Angeboten und individuellen Lernzeiten.
• Multiprofessionelle Teamarbeit:
Lehrkräfte, Sonderpädagog:innen, Erzieher:innen, Schulsozialarbeiter:innen und weitere integrationshelfende Personengruppen arbeiten Hand in Hand. Sie begleiten die Kinder gemeinsam im Unterricht, sowie in den Freizeitphasen.
• Demokratie und Sozialkompetenz:
In unserer gelebten Gemeinschaft stehen das Von- und Miteinander Lernen im Mittelpunkt. Ob beim gemeinsamen Mittagessen oder im freien Spiel, Kinder entwickeln in einer heterogenen Gemeinschaft Empathie, Konfliktfähigkeit und erleben Vielfalt von Anfang an als absolute Normalität.
• Ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung:
Kognitive, soziale, kreative und motorische Fähigkeiten sollen sich gleichwertig in unserer Lernumgebung wiederfinden, so dass jedes Kind seine individuellen Neigungen entdecken und stärken kann.

Die räumliche Vision

Küchenkonzept und Mensa