Ein übergeordnetes Ziel der aktuellen bildungspolitischen Diskussion beschreibt die Aufgabe von Schule, Bedingungen zu schaffen, die Chancengleichheit ermöglichen. Hierfür wurden auf politischer Ebene strukturelle Vorgaben beschlossen, die den Rahmen für die Ausgestaltung von Schule vorgeben.
Es gibt Kinder mit besonderen Begabungen, Kinder die eine besondere Unterstützung beim Lernen und/oder bei der Bewältigung des Schulalltages benötigen und Kinder die mehrsprachig aufwachsen oder die Bildungssprache Deutsch noch gar nicht verstehen und sprechen. Jedes Kind ist einzigartig. Daraus ergibt sich in der Schule eine große Vielfalt, der es im schulischen Kontext zu begegnen gilt.
(vergl.: SKB, Bremen)
Aus diesen Rahmenbedingungen lassen sich derzeit fünf Säulen für unser schulisches Miteinander ableiten.
Sie bilden das Profil unserer Schule und sind Grundlage unseres pädagogischen Handelns.
Wir möchten die Kinder bestmöglich fördern und in ihrem Lernprozess unterstützen. Neben dem Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu den Kindern und ihren Eltern wollen wir Lernangebote unterbreiten, die den individuellen Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechen.
In Bremen sind alle Schulen inklusiv. Mit der inklusiven Pädagogik wird die Wertschätzung der Vielfalt beschrieben. Das bedeutet, dass in einem inklusiven Bildungssystem Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam lernen. Es ist die Aufgabe des Bildungssystems, durch Bereitstellen von speziellen Mitteln und Methoden, einzelne Lernende besonders zu unterstützen und zu fördern. Es gilt, dass sich nicht das Individuum anzupassen hat, sondern dass das System die individuellen Bedürfnisse berücksichtigen muss. Allem übergeordnet ist, dem Grundrecht auf Bildung entsprechen zu können.
An unserer Schule ist die Diversität auf der sprachlichen Ebene besonders herausfordernd. Sprache bildet den Schlüssel zum Lernen. Aus diesem Grund liegt ein Schwerpunkt auf der Förderung der sprachlichen Kompetenzen der Kinder. Außerdem werden bei uns Kinder mit nachgewiesenen Lernbehinderungen in unterschiedlichen Bereichen inklusiv beschult. Hier gilt es angepasste Lernangebote zur Verfügung zu stellen, so dass diese Schüler:innen am Schulleben auf allen Ebenen teilhaben und sich in ihrem Lernprozess stetig weiter entwickeln können. Neben dem eben Genannten, haben wir viele Kinder mit Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich, durch die sie in ihrem Lernprozess teilweise erheblich gebremst werden. Für diese Schüler:innen wird ein stabilisierendes Angebot geschaffen, so dass eine Teilhabe an Bildung gewährleistet ist.
Das Feststellungsverfahren für einen Unterstützungsbedarf auf sprachlicher Ebene basiert zu Beginn der Schulzeit auf den Ergebnissen der in Bremen flächendeckend durchgeführten Cito-Testungen. Kinder, die den Vorkurs für Sprachanfänger besuchen müssen, werden von der Behörde für diesen gemeldet oder von uns direkt zum Zeitpunkt der Schulanmeldung erkannt. Des Weiteren basieren unsere Unterstützungsangebote auf den Beobachtungen der Lehrer:innen im Unterricht.
Folgende Angebote zur Förderung von sprachlichen Herausforderungen werden an unserer Schule umgesetzt:
• Vorkurse für Sprachanfänger
• BLIK-Kurs für Kinder mit Schwierigkeiten im Schriftspracherwerb
• Unterrichtsergänzendes DAZ-Angebot
• Sprachbildung als inhaltlicher Schwerpunkt in allen Fächern
Zur Feststellung eines Unterstützungsbedarfs in einzelnen Teilbereichen oder insgesamt im Bereich Lernen, führen unsere Sonderpädagog:innen sowohl diagnostische Verfahren zu Beginn der Schulzeit durch, als auch prozessbegleitende diagnostische Verfahren während der gesamten Grundschulzeit. Darauf aufbauend werden individuelle Förder- und Unterstützungsangebote festgelegt.
Folgende Angebote zur Förderung von Herausforderungen im Bereich Lernen werden an unserer Schule umgesetzt:
• Temporärer Unterricht in Kleingruppen
• Förderplanerstellung
• Beratung und Begleitung der Fachlehrkräfte
• Vermittlung von schulergänzenden Angeboten bei Teilleistungsschwächen
Zur Feststellung eines Unterstützungsbedarfs im sozial-emotionalen Bereich, arbeiten wir schon zum Zeitpunkt der Schulanmeldung sehr eng vernetzt mit den Kindertageseinrichtungen im Stadtteil. Probleme im sozialen Agieren der Kinder und deren Familien sind häufig schon vor Schulantritt bekannt. Etablierte Hilfsangebote können durch diese Kooperation übergeben und bestenfalls in der Schule fortgesetzt werden. Werden Kinder in diesem Bereich erst während ihrer Grundschulzeit auffällig, nutzen wir für eine individuelle Diagnostik die unterschiedlichen Kompetenzen des Zentrums für unterstützende Pädagogik, als auch die fachliche Beratung von außerschulischen Institutionen.
Folgende Angebote zur Förderung von Herausforderungen im sozial-emotionalen Bereich werden an unserer Schule umgesetzt:
• Angebot der Temporären Lerngruppe
• Angebot der Familienklasse
• Schulbegleitung nach §35 a (persönliche Assistenz)
• Beratung durch die Schulsozialarbeit
Wir möchten Kinder und ihre Familien mit persönlichen, sozialen, schulischen oder familiären Problemen bei deren Bewältigung unterstützen. Hierfür hält die Schulsozialarbeit sowohl Beratungs-, Begleitungs- und Hilfsangebote bereit. Schüler:innen, Eltern und Kolleg:innen können sich, unter Berücksichtigung der Verschwiegenheit, vertrauensvoll an uns wenden. Im Dialog arbeiten wir Ansätze zur Problembewältigung heraus und begleiten den Prozess.
Schule ist nicht nur Lern- und Erziehungsort, sondern auch Lebensraum für die Kinder. So weist die schulpädagogische Arbeit in notwendiger Weise eine sozialpädagogische Dimension auf. Angebote der Jugendhilfe und Unterstützung für Eltern und Erziehungsberechtigte sind im Lernort Schule zwingend erforderlich, da sich Schwierigkeiten außerhalb der Schule teils erheblich auf die Lernfähigkeit und -bereitschaft von Kindern auswirken.
Mit Beratungs- und Unterstützungsleistungen stehen die Schulsozialarbeiter:innen allen Schüler:innen, den Erziehungsberechtigten sowohl dem Kollegium der Schule zur Verfügung.
Folgende Unterstützungsangebote werden durch die Schulsozialarbeit an unserer Schule umgesetzt:
• Vertrauliche Beratung von Schüler:innen und Erziehungsberechtigten
• Vertrauliche Beratung von schulischem Personal
• Soziale Gruppenarbeit
• Hilfe bei Schulvermeidung
• Individuelle schulbezogene Hilfen für Schüler:innen
Wir möchten Kindern einen Rahmen bieten, in dem es ihnen möglich wird, ihre Potenziale zu entdecken und sich hier vertiefend weiterzuentwickeln. Inklusiver Unterricht bedeutet für uns, Förderung bei Schwierigkeiten im Lernen und Herausforderungen für leistungsstärkere Kinder gleichwertig zu berücksichtigen.
Inklusiver Unterricht schließt ein Angebot auch für stärkere Lerner dringlich mit ein. Angestrebt wird eine gezielte Förderung auch dieser Lerngruppe. Außerdem soll eine Angebotsvielfalt etabliert werden, die Kindern ermöglicht, Neigungen und Interessen zu erkennen und zu vertiefen, die in der Stundentafel regulär keine oder nur wenig Berücksichtigung finden.
Wir streben an, dass alle Kinder ein Unterrichtssetting vorfinden, in dem sie ihre Potenziale entdecken und entfalten können. Hierfür arbeiten wir derzeit an folgende Rahmenbedingungen und setzen diese schrittweise um:
• Anpassung der Unterrichtsstruktur
• Vernetzung GS-OS
• Ausbau der Wahlangebote für Schüler:innen
• Qualifizierung von Personal
Wir möchten allen Kindern elementare musikalische Erlebnisse ermöglichen.
Wir möchten die Schüler:innen befähigen, sich in einer zunehmend digitalen Umwelt zurecht zu finden, sowie sicher und reflektiert zu agieren. Wir unterstützen die Kinder dabei, digitale Medien als Lernwerkzeuge nutzen zu können. Hierbei orientieren wir uns an der Vermittlung von „Kompetenzen in der digitalen Welt“ aus dem KMK-Beschluss vom 8.12.2016.
![]()